Dienstag, 24. August 2010

Taxco

Auf dem Weg nach Acapulco haben wir in der Silberstadt "Taxco" Halt gemacht (hier wurde früher Silber geschürft, heute wird es nur noch verkauft). Die Stadt ist ein richtiges kleines Einod im Herzen Mexikos, sehr malerisch an einem Berghang gelegen und durch die vielen kleinen Gassen, niedlichen Plätze und Häuserfassaden auf jeden Fall einen Besuch wert!


Nachdem wir durch die Straßen gebummelt sind, Silberschmuck gekauft und uns fast in den engen Gassen der Stadt auf einem fast unterirdischen Markt verirrt hätten, sind wir zum Abschluss noch mit der schweizer Gondelbahn auf den gegenüberliegenden Berg gefahren, um von dort die wahnsinnig tolle Aussicht auf die Stadt zu genießen. Ich will mich kurz halten und Euch lieber die Bilder und das Video hier genießen lassen, denn dieses Video wird Euch garantiert zum Lachen bringen - ich muss mich zumindest jedesmal weghauen, wenn ich es mir angucke ;)

Samstag, 21. August 2010

Kerstin in DF

Am 21. August ist meine Cousine Kerstin für 2 Wochen Urlaub nach Mexiko gekommen. Zusammen mit Olli haben wir eine Woche davon gemeinsam verbracht und uns Mexico City, Taxco, Acapulco und Puebla angeguckt.


Los ging es in Mexico City bei leider nicht ganz so optimalem Wetter. Wie Ihr auf den Bildern seht, sind wir nach dem Frühstück erstmal über den Paseo de la Reforma geschlendert. Sonntags vormittags ist diese Allee für Autos gesperrt und für Radfahrer, Rollerblader und Fußgänger freigegeben. Ist eine gute Sache, denn Mexico City tut so etwas gegen die Fettleibigkeit seiner Bevölkerung. Neben dem Eco-Bici-System (Leihfahrräder) werden auch gerade die Fahrradwege ausgebaut - von denen ich hier bisher wenige gesehen habe ehrlich gesagt.

Weiter ging es zum Schloss Chapultepec, um Kerstin einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Das Schloss diente dem Erzherzog Maximilian I. von Österreich damals als Residenz, um als Kaiser von Mexiko über das Land zu regieren. Von hier aus sieht man prima den Stadtteil Polanco, den Paseo de la Reforma, das World Trade Center und bei guter Sicht sogar die beiden Vulkane Iztaccíhuatl und Popocatépetl:



Im Anschluss ging es mit dem Turi-Bus durch einzelne Stadtteile und entlang des Paseos de la Reforma zum Zócalo (Historisches Viertel). Hier haben wir uns die Kathedrale angeguckt, das bunte treiben auf den Straßen (die Leute peitschen sich hier mit irgendwelchem Weihrauch-artigen Ästen aus! ;)), den Templo Mayor (der damalige Tempel der aztekischen Ureinwohner von Tenochtitlán (so hiess Mexico City bei Gründung), heute sieht man davon nur die Ausgrabungsstädte neben der Kathedrale; es war nämlich so, dass die Spanier nach der Eroberung Mexikos einfach ihre eigene Kirche auf deren Tempel obendrauf gebaut und aus Disrespekt auch noch dessen Steine als Baumaterial verwendet haben. Die Säcke ;))

Die weiteren historischen Gebäude waren mittlerweile alle für die 200-Jahr Feier geschmückt. An einem leckeren Eisladen, der noch seine eigenen Waffeln herstellte, konnten wir nicht vorbeigehen, doch leider war die Schlange zu lang, um dafür eine halbe Stunde anzustehen :/

Nachdem wir den nächsten Vormittag gemütlich durch Polanco geschlendert sind - vorbei am Hard Rock-Café - und es uns im Café "Snob" gut gehen lassen haben, ging es dann im von Europcar gemieteten Leihwagen weiter zu den Pyramiden von Teotihuacán. Auf der Fahrt ist uns dann allerdings aufgefallen, dass das Radio entsichert werden musste und dank den unfähigen Mitarbeitern von Europcar, die uns den falschen Code gaben und den richtigen nicht auftreiben konnten, war unser Radio dann für die weiteren 5 Tage gesperrt. Auf der Rückfahrt nach DF haben wir dann nochmal ne gute Stunde bei Europcar vertrödelt, weil sie es nicht hinbekommen haben, den richtigen Code zu organisieren (hier in Mexiko ist es nämlich so, dass die Information meist nicht in irgendeinem System zu finden ist, sondern nur EINE EINZELNE Person sie hat, und die Person dann ausfindig zu machen ....tja, das dauert ;) Da unser Auto aber schon ein größeres Auto war, als wir bestellt hatten, wollten wir nicht tauschen und waren mit Ollis Ipod-Boxen zufrieden...

Hier ein lautloser Eindruck von Teotihuacán (ich habe die Tonspur entfernt, weil es einfach zu windig war):


Montag, 16. August 2010

Los Cabos

Zusammen mit Sven (VW-Praktikant aus Puebla) war ich von Montag bis Freitag spontan in "Los Cabos".

Mit "Los Cabos" wird die Südspitze Niederkaliforniens bezeichnet, die besonders für amerikanische Touristen eine Urlaubs-Hochburg ist (dies mussten wir leider zu unserem Gräuel bestätigen). "Los Cabos" umfasst die zwei Orte "San José del Cabo" und "Cabo San Lucas". Wir waren in "Cabo San Lucas", dem lebendigeren Ort von beiden.


3 Tage lang haben wir im Hostel "Cabo Inn" übernachtet, völlig ok und mit netten Betreibern. Die 4. Nacht wollte Sven dann auch gerne mal auf dicke Hose machen und wir haben uns im SPA-Hotel "Casa Dorada" eingemietet, war schon ziemlich genial unser Zimmer mit Jacuzzi ;)!



Unsere Aktivitäten reichten von Relaxen am Strand...



... über eine Schnorchel-Tour nach "Bahía Chileno" (wow gab es hier tolle Fische - alle Farben, alle Formen, alle Größen, echt beindruckend!) - die Tour hat sich für einige Amis allerdings eher als Sauf-Tour herausgestellt, siehe hier:



... über eine "Glassbottom-Boat"-Tour nach Land's End (Boot mit Glasboden, um die bunten Fische zu sehen und die gab es reichlich! Hier bin ich auch nochmal geschnorchelt - toll!), bis hin zum nächtlichen Versuch, eine Bar zu finden, in denen wir ein paar Mexikaner kennenlernen würden, fast unmöglich in diesem Ort - alles voller Amis! Und die Partylocations natürlich auch schön auf Ami-Style zurechtgemacht, da hatten wir schnell die Nase voll von... aber im Endeffekt haben wir auch wirklich ein paar Mexis kennengelernt, ein paar Italiener und sogar eine Deutsche, die sich tierisch gefreut hat, endlich mal wieder Landsleute zu treffen ;).

Das große touristische Highlight hier ist die Torbogen-Felsformation "El Arco" am sogenannten "Land's End" (Landesende) Naturpark. Hier findet man auch die wirklich traumhaften Strände "Pelican Beach", Lover's Beach (Strand der Liebenden) und "Divorce Beach" (Strand der Geschiedenen). Auf den Bildern werdet Ihr sehen, warum ich sie als "traumhaft" bezeichne! Und hier die Videos, die ich auf der Fahrt dorthin bzw. dort am Strand aufgenommen habe:





Und hier noch ein bißchen Wellenrauschen für Euch zu Hause! P.S.: Die Wellen kommen im Video nicht so "krass" rüber wie in Wirklichkeit - und wie ich es im Video zu oft sage ;)



Insgesamt war "Los Cabos" wirklich ein sehr gelungener, vielfältiger, traumhafter Kurzurlaub. Für die Zukunft wäre der restliche Teil Niederkaliforniens auf jeden Fall ein Favorit auf der Liste meiner Reiseziele...

Freitag, 30. Juli 2010

Jalcomulco II

Ende Juli ging es zusammen mit Ollis Jungs (VW-Praktikanten) nochmal nach Jalcomulco zum Rafting. Da die Regenzeit eingesetzt hatte, war der Wasserstand im Fluß nun um ein Wesentliches höher und sollte von uns somit NOCH mehr fordern...

Das Wochenende in der Anlage vom "Tiburon" (= Hai, so nennt sich der Vater der beiden Besitzer) war mal wieder super und gab uns alles von Entspannung am Pool, über Austoben auf dem Fussballplatz oder auf dem Trampolin, über gemütliche Runden mit unserem Freund Havana-Club, bis hin zu zwei aufregenden Flußfahrten, die uns diesmal so einige Nerven kosteten:

Am ersten Tag ging's zur Eingewöhnung für die "Anfänger" unter uns erstmal auf den unteren Flußabschnitt, der noch ziemlich einfach zu befahren war - wir hatten unseren Spaß! Am nächsten Tag ging es dann auf den oberen Flußlauf, laut unseren Guides herrschte hier an dem Tag die maximal zulässige Strömungsstärke, um noch fahren zu dürfen. Es war eine sau geile Tour, doch an einer Stelle hat es uns unerwartet sowas von aus dem Boot geschmissen, dass selbst unser Guide überrascht war und nur schnell zugesehen hat uns wieder ins Boot zu kriegen. Der Überschlag war nicht ungefährlich, da es an einer Stelle passierte, wo gleich die nächsten Stromschnellen nahten und wir in unseren Schwimmwesten nur so dahintrieben. Zum Glück haben uns die Jungs aus dem zweiten Boot aufgenommen. Selbst Olli war die nächsten Minuten erstmal ganz schön bleich ;).

Wie sich leider am Ende des Tages herausgestellt hat, hatte ein 13-jähriges Schulmädchen am gleichen Tag nicht ganz so viel Glück. Sie ist beim Ausflug mit ihrer Schulklasse in die Fluten geraten und auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben...

Sonntag, 25. Juli 2010

Tepoztlán II

Am Wochenende vom 23.-25. Juli war ich mal wieder bei Olli und seinen VW-Praktikanten in Puebla. Ich war eingeladen zu Lenas, Ollis und Dominiks Abschliedsparty am Freitag (unter dem Motto "Black & White"). Die Party war ein riesen Kracher, an die 100 Leute (Mexikaner und Deutsche), reichlich Alkohol, eine super Stimmung und super Musik. So haben wir locker bis morgens um 6Uhr durchgehalten und waren am Tag drauf dementsprechend im Eimer ;).

Hier ein paar Bilder, den Rest davon findet Ihr auf Ollis Blog!

Auch meine Abi-Freundin Manuela war mit ihrem mexikanischen Freund dabei, sie wohnt mittlweile auch in Puebla (klein ist die Welt). Die beiden haben erstmal schön 'ne Flasche Tequila mitgebracht, die wollten mich abfüllen sag ich Euch (hat auch geklappt ;)):


Den Samstag haben wir natürlich erstmal ausgepennt und den Tag ruhig angehen lassen. Sonntag ging's dann mit den Jungs zusammen für mich ein weiteres Mal nach Tepotzlán. Obwohl es an diesem Tag nicht ganz so heiss war, war es durch die hohe Luftfeuchtigkeit dennoch extrem schwül und so kamen wir auch diesmal bei dem 45min-Marsch hoch zur Pyramide mächtig ins Schwitzen. Aber wie auch schon bei meinem ersten Aufstieg haben sich die Strapazen auch diesmal wieder mehr als gelohnt, denn der Ausblick von dort oben über das Dorf ist einfach gigantisch! Aber seht selbst:


Zurück im Dorf waren wir noch lecker Essen, sind durch die niedlichen Straßen gelaufen und konnten natürlich nicht auf das berühmte Eis (Nieve) aus dem Örtchen hier verzichten. War auch diesmal wieder sehr lecker und der Tagesausflug somit rundum gelungen...

Dienstag, 20. Juli 2010

Depa Condesa

Nach langer Abwesenheit hier mal wieder ein Blogeintrag. Mittlerweile wohne ich ja nun schon wieder über 3 Monate in der neuen WG im Stadtteil Condesa. Da mir dummerweise zum WM-Spiel Deutschland-Ghana die Digi-Cam geklaut wurde, konnte ich bisher keine Fotos von der Wohnung machen. Letzte Woche hatte ich dann die von Olli ausgeliehen, hier also ein Eindruck von meiner neuen Wohnung und der Umgebung (wir wohnen 2 Minuten vom Parque México entfernt, also alles schön grün hier). Ich fühl mich auf jeden Fall wohl...


Andrés, meiner Mitbewohner, ist mittlerweile ausgezogen, dafür haben wir nun einen Ami bei uns - "Andrew", Yale-Student der hier gerade seine Doktorarbeit schreibt. Und auch er scheint ein ganz netter Typ zu sein...mal schauen...

Hier mal ein kleiner Rundgang durch unsere Wohnung:



Und hier ein paar Videos von der Umgebung und einem kurzen Spaziergang durch den "Parque México":





Dienstag, 1. Juni 2010

I´m in Acapulco B...each! ;)

Gerade von der Karibikküste aus Playa del Carmen zurückgekommen, bin ich am nächsten Tag gleich weiter an die Pazifikküste nach Acapulco gedüst. Alejandro hatte hier gerade einen nationalen Zahnärzte-Kongress mit seinen Kollegen und da er noch ein Bett in seinem Hotelzimmer frei hatte (zwei Freundinnen von ihm sind am Montag wieder abgereist), konnte ich mir die Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen. Ich bin also nachmittags um 15Uhr mit dem Luxusbus (so nennen sie sie hier, Luxus = Toiletten, AirCon, Sitze mit super Beinfreiheit und sogar Beinablagefläche, TV mit Kinofilmen) in 5 Stunden nach Acapulco gefahren. Das Tolle daran: Die Fahrt kostet gerade mal 25 Euro! Das ist weniger als ich mit der Bahncard 50 von Wolfsburg nach Kiel zahle (3 Stunden-Fahrt, mit lästigem Umsteigen und ohne Kinofilme ;) !)

In Acapulco angekommen sind wir nach einem kurzen Klamotten-Abladen in Alejandros Hotel gleich weiter zum Essen. Wir haben vom Buffet in einem "Woolworth"-Restaurant gegessen, genau wie der Laden an sich war auch das Restaurant eher unterste Schublade. Man hat schon gemerkt, dass die Qualität des Essens mit den Warenangeboten von Woolworth übereinstimmt.

Danach ging es weiter zum "Grand Hotel Acapulco", das Hotel des Kongresses, wo der Rest der Zahnärzte untergekommen ist. Von dort ging es gegen 22Uhr auch gleich weiter zum berühmten Club in Acapulco - dem "Palladium". Ich hatte Glück, denn normalerweise hat der Club nur am Wochenende auf, doch an diesem Dienstag wurde er extra für die Leute vom Kongress geöffnet. So war ich mal wieder der einzige Ausländer und zusammen mit bestimmt 300 mexikanischen Zahnärzten am Feiern - das Ironische dabei: Ich hatte immernoch Zahnschmerzen! ;). Der Club ist von der Aufmachung her wirklich gigantisch. Er liegt direkt am Berghang oberhalb der Bucht von Acapulco. Durch die riesige Glasfassade auf der Seite der Tanzfläche hat man einen wahnsinnig genialen Blick über die beleuchtete Bucht - die Fotos folgen noch, sobald ich sie von den Mädels bekomme... Für 15 Euro konnten wir die ganze Nacht frei "saufen" und haben so ausgelassen bis in die Morgenstunden gefeiert - ganz nach David Guettas Motto "I'm in Miami Bitch" wurde hier der Remix des Songs auf "I'm in Acapulco Beach" (bzw. Bitch, gibt wohl zwei Versionen, die harte und die zensierte ;)) umgetextet - ich fand's genial:



Leider ging es bei mir an dem Abend mit dem Kränkeln los. Ich denke es lag an den zwei Tortas (belegte Brötchen), die ich mir an der Bus-Station in Mexico City in einem Imbiss am Nachmittag gekauft hatte, vielleicht kam auch noch das Essen im Woolworth-Restaurant dazu. Kaum in der Disco angekommen ging es mir sowas von übel, dass ich schon überlegt hatte wieder nach Hause zu fahren. Fiese Bauchschmerzen und ein immer stärker werdender Brechreiz (ich hoffe Ihr seid gerade nicht am Essen! *lach*) Beim ersten Schluck meines "Gin-Tonic" war es dann soweit, zum Glück war das Klo nicht weit. Ich muss sagen ich habe lange nicht mehr so heftig gekotzt! Und wer kann schon sagen, dass er in Acapulco im Palladium war und da erstmal schön in die Kloschüssel gegöbelt hat *lach*. Mysteriöserweise fühlte ich mich nach dem Zwischenfall wie neugeboren und die Nacht wurde wirklich noch richtig spassig!

Am nächsten Tag allerdings ging es mit den Bauchscherzen weiter und auch der stündliche Klo-Gang wurde zur Routine (oben kam nichts mehr raus, aber am anderen Ende ;)). Hinzu kamen die Zahnschmerzen, die ich ja schon seit mittlerweile 7 Tagen mit mir rumschleppte. 3-mal täglich musste ich mich mit Schmerztabletten zupumpen. Vielleicht war auch die Kombination aus den vielen Tabletten, der Extrem-Urlaubstour zwischen Karib- und Pazifikküste und dem Essen der Auslöser für den Ausbruch der Krankheit. Auch kam mir der Gedanke, dass ich in Rio Lagartos vielleicht zuviel Wasser in den Salzbecken geschluckt hatte, denn Ramón meinte zu uns: "Bloß nicht schlucken, sonst werdet ihr krank". Ich hab schon befürchtet, dass in mir jetzt so kleine Algen wachsen und ich langsam so rosa wie ein Flamingo werde ;).

Doch ich wurde nicht rosa und sowohl Bauch- als auch Zahnschmerzen machten sich immer nur sporadisch bemerkbar, es ließ sich also aushalten und den Mittwoch hab' ich so ganz gemütlich am späten Vormittag mit der Erkundung der Stadt gestartet. Da Alejandro auf dem Kongress anwesend sein musste, bin ich alleine zum Zócalo (zentraler Dorfplatz) gefahren. Kaum einen Schritt über den Asphalt gesetzt, wurde mir auch schon von hinten von einem Mexikaner zugerufen. Ich dachte mir will schon wieder jemand irgendwelchen Schnösel andrehen oder Geld haben und wollte schon schnell weiter laufen, doch wie sich herausstellte war Antonio Touristenführer und nach einem kurzen Schnack habe ich seine Dienste gerne in Anspruch genommen. Ich wollte mir nämlich gerne die berühmten Klippenspringer im Stadtteil "La Quebrada" angucken und wusste nicht, wo ich genau hinmusste und wie weit es sei. Da die Shows zu bestimmten Uhrzeiten stattfinden und gerade eine startete, führte mich Antonio in Windeseile den Berg hinauf zu den Klippen - man haben wir geschwitzt. Die Show der Klippenspringer ist wirklich ein sehenswertes Spektakel. Die Stelle an der sie ins Wasser springen ist wirklich tierisch schmal und das Ganze ist nicht ungefährlich! Angeblich gab es auch schon Tote. Vom Restaurant "La Perla", direkt in den Hang gebaut, hat man einen super Blick auf die Klippen - auch Elvis hat hier angeblich schon verweilt.


Dank Antonio habe ich später noch eine wahnsinnig tolle Aussicht über die Bucht von Acapulco genießen können, denn er hat mich zu einem versteckten Hotel geführt, von dessen Dachterasse man diesen gigantischen Ausblick hatte (Großansicht durch Klick auf's Bild):


Nachdem ich mir noch den Stadtstrand direkt am Zócalo angeguckt hatte, hat mich Antonio noch zum "Mercado de Artesanía" (Kunsthandwerksmarkt) geführt, denn hier arbeitete seine Schwester (wie Ihr ja mittlerweile wisst stecken die hier ja alle unter einer Decke! ;)). Eigentlich wollte ich mir nichts andrehen lassen, habe dann aber doch ein schönes Armband für meine Mutter gefunden, das ihr hoffentlich gefällt...

Gegen 16Uhr habe ich mich dann mit Alejandro und seinen Freunden im Grand Hotel Acapulco getroffen, wo wir den Nachmittag ganz entspannt am Hotelpool und -strand haben ausklingen lassen. Nach einem Cocktail-Empfang am Pool am Abend ging es dann nachts ein weiteres Mal in die Disco, diesmal ins Alebrije. Obwohl mich anfangs wieder tierische Bauchschmerzen plagten wurde es mit zunehmendem Alkoholkonsum immer besser und dieser Abend wurde sogar noch spassiger als der Letzte!

Nachdem wir am Donnerstag gegen Mittag von der Zimmerreinigung geweckt wurden und schnell das Zimmer räumen mussten, hatten wir noch bis 17Uhr Zeit uns das Museum der "Festung San Diego" anzugucken. Der Besuch hat sich wirklich gelohnt, denn nicht nur im Inneren der Festung waren ein paar interessante Ausstellungsstücke zu bewundern, auch von den Festungsmauern oberhalb der Bucht konnte man einen beeindruckenden Ausblick über Acapulco genießen. Witzigerweise kannte Alejandro diese Festung noch gar nicht (obwohl er schon mehrmals hier war) und es musste erst ein Deutscher mit seinem "Lonely Planet" Reiseführer kommen, um ihm diesen Ort zu zeigen ;)

Nach einer angenehmen Rückfahrt waren wir um 22Uhr wieder in Mexico City. Zuhause angekommen habe ich nur schnell meine Klamotten ausgepackt und mich sofort ins Bett geschmissen, denn zu den Bauchschmerzen kam nun leider auch noch Schüttelfrost und Fieber dazu. Die Nacht war ziemlich fies und ich konnte nicht wirklich gut schlafen, doch zum Glück war zumindest das Fieber und der Schüttelfrost am nächsten Tag wieder verschwunden. Zu allem Überschuss bin ich am Samstag morgen dann auch noch mit einem angeschwollenen Finger aufgewacht und außderdem musste ich nun dringend zum Zahnarzt (zum Glück ist mein Kumpel Alejandro ja einer, bei dem war ich dann auch!) - es kam also echt alles auf einmal! Das Kuriose ist, dass ich bis heute nicht weiss, wie oder was ich mir da am Finger eingefangen habe. Ich war mittlerweile zweimal beim Hautarzt und nachdem die Antibiotika der ersten 2 Wochen nur geringen Erfolg zeigten, darf ich nun noch weitere 2 Wochen ein anderes Antibiotikum schlucken. Mit einem zwinkernden Auge habe dem Arzt extra gesagt: Das können Sie doch nicht machen, weitere 2 Wochen ohne Alkohol, und das, wo gerade die Fussball-WM im Gange ist und wir morgen außerdem zu einer Weinprobe wollten!" Ihr seht also, trotz dass es mir zwei Wochen später nun eigentlich wieder pudelwohl geht, bin ich hier immernoch tierisch am Leiden *lach*.